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offene Lösungen für die Immobilienwirtschaft

Erfahrungsbericht über die Insolvenz von CSLSoft und den Umstieg zum ImmoTool

Ein Erfahrungsbericht von Herrn Hendrik Becker, Mitarbeiter der Firma Bakir Immobilien GmbH, über die Insolvenz von CSLSoft und den Umstieg auf OpenEstate-ImmoTool.

Sehr geehrte Damen und Herren,

nach der Insolvenz der Firma CSLSoft und der damit verbundenen Einstellung des Supports für Immobilienstar zum 01.09.2011 mussten wir, wie sicher auch viele andere, nach einer neuen Softwarelösung suchen.

Wir haben einen großen Bestand an Immobilien und müssen immerhin 7 Arbeitsplätze über eine Datenbank auf einem zentralen Server bedienen. Um das ganze über eine VPN-Verbindung auch im Homeoffice nutzen zu können muss die Datenbank performant sein und darf nicht zu viel Traffic verursachen. Das Programm muss in der Lage sein unsere Website, sowie alle gängigen Portale zu beliefern und sollte die Möglichkeit zur Integration von Mail und Kalender bieten. Sie sehen also das wir durchaus hohe Anforderungen an eine Software haben.

Unser erster Gedanke war ein Wechsel zu FlowFact. FlowFact ist in meinen Augen eine sehr gute Software und bietet mir alles, was ich von einem vollwertigen CRM erwarte, jedoch ist es nun schwer, nachdem man jahrelang in den Immobilienstar und seine Updates investiert hat, sich mit den erheblichen Kosten dieser Lösung anzufreunden.

Ich bin Informatiker in unserem Unternehmen und habe tiefer im WWW gegraben. Nach einigen Stunden des Softwarevergleichs bin ich auf etwas gestoßen, was meine Ansicht zu Maklersoftware grundlegend verändert hat. Der erste Aspekt den ich früher zu Maklersoftware genannt habe war “gut = teuer”, aber die Lösung die ich gefunden habe ist im Preis unschlagbar, sie ist kostenfrei und gut.

Es geht um das ImmoTool von OpenEstate. (http://www.openestate.org)

Mit dem Gedanken, dass diese kostenlose Software sicher nicht so toll ist habe ich mit einem ausgiebigen Test begonnen. Ich habe die BETA-Version 1.0 heruntergeladen, die Server-Version auf einem einfachen Windows 7 Rechner installiert und alle Client-PC´s (Windows XP, Windows 7 und Mac OSx) mit dem ImmoTool ausgestattet. Die Einrichtung war sehr einfach und besonders schnell zu handeln.

Nun ging es darum die Immobilien aus dem Immobilienstar zu exportieren. Hierfür habe ich die OpenImmo-Schnittstelle genutzt. Export, kleine Anpassungen in der XML-Datei und Import haben mich ca. 1,5 Stunden gekostet.

Mittlerweile setzen wir das ImmoTool im täglichen Einsatz vollwertig ein und sehen, wie sich das Programm, auch aufgrund unserer Wünsche ständig weiterentwickelt. Der Support seitens der Entwickler ist mehr als gut und das Handbuch ist so umfangreich, dass jede Funktion nutzbar wird.

Die Entwickler dieser Software haben endlich mal etwas dafür getan, dass Makler bei Software nicht Unsummen investieren müssen!

Ich kann OpenEstate nur weiterempfehlen.

Bei Fragen zu unseren Erfahrungen mit der Software oder bei Fragen zum Im- und Export aus Immobilienstar können Sie mich jederzeit auf meiner E-Mailadresse kontaktieren.

Liebe Grüße an alle IVD-Mitglieder
Hendrik Becker

6 Responses to “Erfahrungsbericht über die Insolvenz von CSLSoft und den Umstieg zum ImmoTool”

  • Der Erfahrungsbericht wurde ursprünglich als Kommentar im IVD-Blog verfasst. Herr Becker hat uns freundlicherweise gestattet, den Text auch hier im OpenEstate-Blog zu veröffentlichen.

  • Torsten Lagler sagt:

    schon einmal darüber nachgedacht, dass heute eigentlich nichts umsonst bzw. gratis ist. Wie finanziert sich so etwas denn auf Dauer? Sind die Entwickler soooo uneigennützig? Wird da mit meinen erfassten Daten gearbeitet ?! Ein Schelm, wer Böses denkt… ;)

    • Hallo Herr Lagler,

      vielen Dank für Ihren Kommentar. Gern möchten wir auf Ihre Fragen eingehen.

      schon einmal darüber nachgedacht, dass heute eigentlich nichts umsonst bzw. gratis ist.

      Da müssen wir Ihnen widersprechen. Heutzutage gibt es mehr kostenlose Software als jemals zuvor – bekannte Beispiele dafür sind die Produkte der Mozilla Foundation und Apache Foundation. Darüber hinaus gibt es zahlreiche kleinere Unternehmen, die trotz kostenlos verbreiteter Software ihr regelmäßiges Auskommen sichern können.

      Wie finanziert sich so etwas denn auf Dauer?

      Das OpenEstate-Projekt muss sich nicht finanzieren. Es wird durch die freiwillige Initiative der Community und gelegentliche Spenden getragen. Verschiedene Teilnehmer der Community sind ebenso Dienstleister, die das ImmoTool in ihr Angebots-Portfolio aufgenommen haben und sich damit einen neuen Geschäftszweig erschließen – z.B. http://www.openindex.de/dienstleistungen/immotool-entwicklung/

      Sind die Entwickler soooo uneigennützig?

      Selbstverständlich liegt es in unserem eigennützigen Interesse, wenn das ImmoTool eine maximale Verbreitung findet und die Anwender darüber hinaus mit dem Produkt zufrieden sind. ;)

      Die Motivationen sind vermutlich für jeden Teilnehmer der Community auf Eigennutz zurückzuführen, was auch nicht negativ zu sehen ist. Zum Beispiel wird ein Übersetzer sich die Mühe der Übersetzungsarbeit nicht aus Spaß an der Freude machen. Sein ‘eigennütziges’ Interesse besteht darin, die Software in seiner gewünschten Sprache verwenden zu können. Durch seine (ggf. aus Eigennutz motivierte) Übersetzungsarbeit profitiert wiederum die gesamte Community von einer weiteren Sprache.

      Wir stellen mal die These in den Raum: Nur durch eine angemessene Portion Eigennutz, kann ein solches Projekt funktionieren. Unsere Herausforderung besteht darin, aus dem persönlichen Eigennutz eine Win-Win-Situation für alle Teilnehmer der Community zu schaffen.

      Wird da mit meinen erfassten Daten gearbeitet ?!

      Glauben Sie ernsthaft, wir würden so viel Energie in das OpenEstate-Projekt und eine zufriedene Anwenderschaft investieren und dies leichtfertig durch Adresshandel aufs Spiel setzen?

      1. Haben wir kein Einverständnis der Anwender zur Weitergabe ihrer Daten eingeholt und würden mit einem Adresshandel demzufolge gegen geltendes Recht verstoßen.

      2. Erfassen wir bei der Anmeldung kaum Daten der Anwender – fast alle Angaben sind freiwillig. Wir haben weder die Zeit noch das Interesse die Angaben bei der Anmeldung auf Korrektheit zu prüfen. Für einen Adresshändler wären diese Daten vollkommen wertlos.

      Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gern via Blog, Forum oder Ticketsystem zur Verfügung.

      Mit freundlichem Gruß,
      Andreas Rudolph & Walter Wagner

      • Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrter Herr Lagler,

        auch ich habe Zeit investiert, Zeit um einen kleinen Erfahrungsbericht zu schreiben, auch ich bin bereit Nutzer die von CSL in diese Community wechseln möchten mit meinen jetzigen Erfahrungen zu unterstützen.

        Warum? Sicher nicht weil ich uneigennützig bin und Probleme habe meine Zeit sinnvoll einzusetzen, sondern weil ich dieses Projekt großartig finde und möchte, dass es wächst.

        Falls Sie der Thorsten Lagler der Lagler Spezial-Software GmbH sind fnde ich es schon erstaunlich, dass Projekte wie z.B. OpenOffice, Mozilla Firefox, Filezilla, YaBS oder Thunderbird Ihnen nicht bekannt zu sein scheinen.

        Andere Entwickler von Immobiliensoftware erfassen WEIT mehr Daten von ihren Nutzern als die Entwickler dieses Projekts. Wer schützt einen denn bei z.B. bei Herstellern wie Lagler oder Node vor einem Datenmissbrauch? Sicher werden Sie jetzt sagen: “Das Bundesdatenschutzgesetz”, aber das schützt uns auch hier, denn die Augen von Peter Schaar sehen alles ;-)

        So, ich werde jetzt noch eben die Mails in meinem Thunderbird checken, ein wenig mit meinem Firefox im Internet surfen, einen kleine Präsentation mit dem Impress von OpenOffice verfassen, ein paar Daten mit FileZilla auf meinen Webspace laden und dann mein Ubuntu herunterfahren und in mein (in diesem Fall gekauftes) Bett gehen.

        Ich wünsche allen noch einen schönen Abend.

        Mit freundlichen Grüßen aus Wilhelmshaven

        Hendrik Becker

        • Dirk Ording sagt:

          Hallo Herr Becker, waren sie nicht selbst bei der CSL Soft. Wenn ja, würde mich mich freuen einmal kurz von ihnen zu hören, weil für eine n Wechsel eine kurze Info brauche. Vielen Dank vorab. Besten Gruß Dirk Ording´, Ording Immobilien

  • Hallo zusammen!

    Dieses Projekt hört sich für mich sehr spannend an, zumal ich schon sehr lange über einen Wechsel nachdenke. Das derzeit verwendete Programm von Node ist viel zu teuer und nicht nur das, der Anbieter sorgt dafür dass regelmässiger Bedarf an Support usw ensteht, der widerum nur mit weiteren, sehr hohen und monatlichen Kosten verbunden ist, teilweise höher als allein die Lizenzgebühr für onlineversionen. Die Anschaffungskosten sind enorm, alles ist nur auf Maximalprofit ausgerichtet. ICh habe überhaupt kein Problem damit, einen Dienstleister fair zu honorieren, wenn ich mit dem Produkt zufrieden bin. Werde mich mit openestate intensiv auseinander setzen und schauen, wie weit ich komme. Denn ich habe keine Lust, weiter gutes Geld dem schlechten hinterherzuwerfen, denn das Programm von Node macht auch nicht besonders viel Freude bei der Anwendung.

    Vielleicht setzt sich der Gedanke “zahl so viel wie es dir wert ist” in unserer Wirtschaft weiter durch, denn wir Makler stehen eben nicht so gut im Futter wie man uns nachsagt, und die nicht absehbare Einkommensstruktur macht es schwierig, sich monatlichen bzw. hohen Kosten auszuliefern.

    Gelingt es, sich hier mehr Freiheit zu verschaffen, könnte man vielleicht irgendwann auch dazu übergehen, es den Kunden einfacher zu machen bzw. ebenfalls zu sagen: “zahl so viel dir meine Leistung wert war”.

    Ohne Angst, es könnte nicht reichen, ist vielleicht auch das Arbeiten an sich mit mehr Freude verbunden, weniger der Gedanke an den Abschluß bedeutet mehr Gedanken bei der Lösung für die Kunden, die bestmögliche Hilfe steht im Mittelpunkt und nicht mehr der Profit.

    Viele Grüße aus dem Münchener Raum,

    Markus R. Gump


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